Heizungswartung – ein Dauerbrenner

Jetzt, wo es draußen warm wird, vergisst man die Heizung ganz schnell mal. Man braucht sie ja gerade nicht. Während die Heizung zwischen Herbst und Frühjahr im Dauerbetrieb läuft, geht sie ab Mai in den ‚Sommerschlaf‘. Da sie ja gerade nichts zu tun hat, ist nun der ideale Zeitpunkt, sie warten zu lassen.

Denn, wenn die Heizperiode erst wieder begonnen hat, ist eine Wartung viel aufwendiger. Wenn dann auch noch ein Defekt vorliegt, kann das schon mal zu Unannehmlichkeiten führen. Die Fachfirma hat gerade keinen Termin frei, der Ärger mit den Mietern ist vorprogrammiert. Wenn dann noch die Warmwasseraufbereitung davon abhängt ….

Was Sie zum Thema Heizungswartung wissen müssen: Pflichten, Nutzen, Häufigkeiten, Umfang und Kosten, in diesem Artikel informieren wir Sie dazu.

Pflichten

Es besteht eine Verpflichtung seine Heizungsanlage prüfen zu lassen. Das geht aus dem Paragraph 11 der Energieeinsparverordnung (EnEV) hervor. In Satz 3 heißt es dort: „Komponenten (von Anlagen und Einrichtungen der Heizungsversorgung) mit wesentlichem Einfluss auf den Wirkungsgrad solcher Anlagen sind vom Betreiber regelmäßig zu warten und instand zu halten“. Weiterhin wird im Gesetz darauf hingewiesen, dass die Prüfung von einer fachkundigen Person durchgeführt werden muss. Im Gesetz steht jedoch nicht, in welchen Abständen die Wartung zu erfolgen hat.

An dieser Stelle setzen aber Hersteller und Versicherungen an. Hersteller geben nur die verpflichtenden Garantien, wenn die Heizungsanlage einmal im Jahr gewartet wird. Eine Garantieverlängerung kann vertraglich vereinbart werden, wenn die Wartung über diesen Zeitraum hinaus fortgeführt wird.

Ist eine Heizungsanlage versichert, so kommt die Versicherung nur für Folgeschäden auf, wenn der Besitzer nachweisen kann, dass er für den ordnungsgemäßen Zustand der Heizungsanlage gesorgt hat. Das umfasst eben auch eine regelmäßige Wartung einmal pro Jahr.

Es gibt allerdings die Verpflichtung jährlich den/die Schornsteinfeger/in prüfen zu lassen, ob die Heizungsanlage die gesetzlich vorgeschriebenen Emissionsgrenzwerte einhält. Ist dies nicht der Fall, legt der/die Schornsteinfeger/in Ihre Heizungsanlage stillt. Spätestens dann wird es Zeit für eine Wartung oder eine Inspektion.

Nutzen

Die Vorteile einer regelmäßigen Wartung liegen klar auf der Hand:

  • Zuverlässiger Betrieb der Heizungsanlage
  • Niedrige Heizkosten
  • Längere Lebensdauer der Heizungsanlage
  • Verlängerung der Garantieansprüche (bei neuen Anlagen)
  • Kostenübernahme durch die Versicherung bei Folgeschäden
  • Vermeidung von umweltschädlichen Abgasen durch Verunreinigung der Anlage

Die regelmäßige Wartung Ihrer Heizungsanlage spart auf Dauer Geld und Ärger. Bei der Wartung wird geprüft, ob alle Komponenten der Heizung ‚sauber‘ und funktionstüchtig sind. Regelmäßige Wartung reduziert auch Reparaturkosten, da die Einzelteile länger halten und den Ärger, den Sie möglicherweise mit Ihren Mietern oder Ihren Mitbewohnern haben, ersparen Sie sich auch.

Häufigkeit und Zeitpunkt

Es gibt für Gasheizungsanlagen die Vorschrift, diese alle zwei Jahre prüfen zu lassen. Das hängt damit zusammen, dass Undichtigkeiten bei Gas zu gesundheitsgefährdenden und sogar tödlichen Ereignissen führen können. Tritt Gas in der Wohnung oder im Haus aus und ein Bewohner nähert sich mit offenem Feuer, kann es zu unkontrollierten Explosionen kommen.

Um die Funktionsfähigkeit einer Heizungsanlage optimal zu gewährleisten, ist es sinnvoll, sie jedes Jahr einmal prüfen zu lassen. Hier bietet sich der Sommer an. Von Mai bis August ist die beste Zeit für die Wartung. In diesem Zeitraum wird die Heizungsanlage komplett abgeschaltet oder fährt nur in einem Minimalbetrieb. Die Wartung kann in aller Ruhe durchgeführt werden, ohne dass es zu Einschränkungen der Bewohner eines Hauses kommt.

Umfang einer Wartung

Funktioniert eine Heizungsanlage wird sie gewartet. Funktioniert sie nicht, ist vorab eine Inspektion erforderlich. Bei der Inspektion werden alle Komponenten auf Tauglichkeit geprüft und die defekten Teile der Heizung ausgetauscht. Erst dann kann die Wartung durchgeführt werden.

Die Wartung umfasst

  • Reinigungsarbeiten bei allen Komponenten
  • Bauteile gängig machen
  • Einstellungen und Regelungen justieren und optimieren
  • Austausch von kleineren Verschleißteilen
  • Nachfüllen von Wasser etc.

Je nach Heizungsart: Ölheizung, Gasheizung, Pelletheizung oder Wärmepumpe sind unterschiedliche Eigenheiten zu beachten und zusätzlich zu prüfen. Diese alle aufzuzählen sprengt den Rahmen dieses Artikels.

Kosten

Wartungsarbeiten starten bei einem Betrag unter 100 Euro für einfache Gasheizungen, wenn keine Ersatzteile ausgetauscht werden müssen. Wartungen von Ölheizungen liegen etwas höher und beginnen bei ca. 150 Euro. Hier fallen höhere Zeiten für die Reinigung von Abgasrohren an. Die Kosten für Pellet- und Holzheizungen sind etwas höher und hängen maßgeblich von den Herstellern ab. Wärmepumpen und Kombianlagen können zum Teil wartungsarm sein; die Einzelheiten besprechen Sie mit Ihrem Fachbetrieb. In jedem Fall empfiehlt sich ein Wartungsvertrag.

Wartungsvertrag

Um die Kosten transparent und niedrig zu halten, lohnt sich ein Wartungsvertrag. Hier können Sie mit Ihrem Fachbetrieb die Einzelheiten festlegen und den Vertrag individuell gestalten. Für den Störungsfall können Sie Fristen und Fahrkostenpauschalen vereinbaren.

Ihr Heizungsbauer kommt in den vereinbarten Zeiträumen (z. B. jeden Sommer) auf Sie zu und meldet sich regelmäßig zur Absprache und Durchführung eines Wartungstermins. Damit müssen Sie sich nicht belasten.

Sie nehmen mögliche Garantieverlängerungen in Anspruch und haben bei der Versicherung die Möglichkeit die Kosten für einen Schadensfall einzureichen. Ihre Heizkosten bleiben niedrig, weil Ihre Heizung immer optimal eingestellt ist.

Fazit

Es gibt viel zu Bedenken bei der Heizungswartung. Wann, wie oft, welcher Umfang. Einfacher ist die Planung mit einem Wartungsvertrag. Dann können Sie sicher sein, dass Ihre Heizung im Sommer, zum besten Zeitpunkt im Jahr gewartet wird. Sie brauchen sich nicht um die Termine zu kümmern, daran erinnert Sie Ihr Fachbetrieb. Er hat im Blick, wann Ihre nächste Heizungswartung durchgeführt werden muss und meldet sich rechtzeitig bei Ihnen. Zudem haben Sie einen Überblick, was Sie die Wartung jedes Jahr etwa kosten wird. Damit liegt alles in den Händen des Heizungsbauers Ihres Vertrauens. Wenn Sie Fragen dazu haben und sich über einen Wartungsvertrag zu Ihrer Heizung informieren wollen, rufen Sie uns an. Wir beraten Sie gern und Sie wissen ja, jetzt ist die beste Zeit für die Wartung Ihrer Heizungsanlage.

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