Spültechniken bei Toiletten

Geschichte

1596 erfand John Harrington das Wasserklosett. Sir Harrington erhielt den Auftrag dafür von Queen Elisabeth I. Die Erfindung setzte sich jedoch nicht durch, da sie als schlechter Scherz belächelt wurde. Sie fand keine allgemeine Akzeptanz.

Erst der schottische Erfinder Alexander Cumming erhielt 1775 für seine Version des Wasserklosetts das Patent. In Betrieb genommen wurde das erste Wasserklosett jedoch erst 1810, also weitere 35 Jahre später.

Allgemeines

Für uns ist eine Toilette ohne Wasserspülung nur noch schwer und nur in besonderen Situationen vorstellbar. Bei unseren Toiletten kommt es nicht nur darauf an, dass Wasser fließt, sondern auch wie das Wasser fließt. Das Wasser muss mit ausreichend Druck so in die Kloschüssel geführt, dass die gesamte Keramikoberfläche gleichmäßig überspült wird.

Der Anspruch: der Wasserstrom muss so dynamisch und kraftvoll sein, ein einwandfreies Spülergebnis wird so erzielt. Eine optimale Wasserführung sorgt dafür, dass es zu keinem Überspritzen der Toilette kommt und die Spülverteilung eine gründliche Reinigung ohne mechanische Unterstützung garantiert.

Aufbau der Toilettenschüssel

Der Aufbau der Toilettenschüssel lässt bietet zwei Arten der Spültechnik.

    • Flachspültechnik
    • Tiefspültechnik

Flachspültechnik

Grafik mit Flachspültechnik

Flachspültechnik

Bei der Flachspültechnik fällt der Stuhl zunächst auf einen mit etwas Wasser gefüllten Keramikteller, von dem er dann beim Spülvorgang entfernt wird. Diese Variante der Spültechnik lässt eine problemlose Stuhlüberprüfung zu. Allerdings sorgt sie für eine gewisse Geruchsbelästigung.

Tiefspültechnik

Grafik mit Tiefspültechnik

Tiefspültechnik

Bei der Tiefspültechnik fällt der Stuhl sofort in den mit Wasser gefüllten Bereich der Keramik. Eine Prüfung des Stuhls ist damit nur noch schwer möglich, jedoch reduziert dieses Verfahren die Geruchsbelästigung ganz erheblich.

 

Wasserführungen

Man unterscheidet nun noch zwei Arten von Wasserführungen.

  • Spültechnik mit Spülrand
  • Spültechnik ohne Spülrand

Spültechnik mit Spülrand

Toilette mit Spülrand

Toilette mit Spülrand

Bei der Spültechnik mit Spülrand umrahmt der Spülrand die gesamte Sanitärkeramik und verdeckt damit Spülverteilung des Wassers. Der hohle Abschluss der Badkeramik unterstreicht die harmonische Linienführung und schützt sicher vor Überspritzen beim Spülvorgang.

Ablagerungen sind nicht sofort zu erkennen und sie lassen sich auch schlechter reinigen. Dieser Nachteil sorgte für die Erfindung der spülrandlosen Wasserführung.

 

Spültechnik ohne Spülrand

Toilette ohne Spülrand

Toilette ohne Spülrand

Bei der spülrandlosen Wasserführung ist die Spülwasserführung komplett einsehbar und damit leichter zu reinigen. Ablagerungen sind sofort sichtbar.

Zwei unterschiedliche Bauarten werden im Handel angeboten. Eine mit und eine ohne Schürze. Die ohne Schürze ist noch einfacher zu reinigen als die mit. Sie schützt aber sicherer vor Überspritzen beim Spülvorgang.

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